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Arbeiten trotz Krankheit: Präsentismus durch bessere Messung besser verstehen

Warum gehen Beschäftigte trotz Krankheit zur Arbeit? Eine aktuelle Studie aus dem Jahr 2026 zeigt, dass dieses Verhalten besser verständlich wird, wenn man betrachtet, wie stark Beschäftigte dazu neigen, auch krank zu arbeiten.

Präsentismus - erstellt durch ChatGPT

Präsentismus bedeutet, dass Beschäftigte trotz Krankheit arbeiten gehen. Dabei sind zwei Aspekte wichtig: 1. Wie anfällig ist eine Person für Krankheiten? 2. Entscheidet sie sich, trotz Krankheit zu arbeiten?

Um Präsentismus zu messen, zählt man in der Regel die Tage, an denen jemand trotz Krankheit zur Arbeit gegangen ist. Diese Zahl nennt man Präsentismustage. Das Problem dabei ist allerdings, dass man damit nicht eindeutig die Krankheitsanfälligkeit und die Entscheidung der Beschäftigten, krank zu arbeiten, trennen kann. Ein neuer Ansatz ist die Präsentismusneigung. Sie beschreibt, inwiefern Beschäftigte dazu neigen, trotz Krankheit zu arbeiten. Für ihre Messung schaut man sich an, wie oft eine Person krank gearbeitet hat, im Vergleich zu allen Tagen mit gesundheitlichen Problemen. So kann man besser unterscheiden, wie krankheitsanfällig jemand ist und trotz Krankheit arbeitet. Forschende müssen allerdings zukünftig herausfinden, welche der beiden Messungen besser ist, um zu erklären, warum Menschen trotz Krankheit arbeiten. Da Studien davon ausgehen, dass Präsentismus höhere Kosten als Absentismus verursacht, sind weitere Forschungen in diesem Bereich wünschenswert.

Zuletzt aktualisiert am 29. Mai 2026